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Ideenmanagement und Externe


Starbucks macht es seit 2008 vor und bindet seine Kunden mit großem Erfolg mit MyStarbucksIdea in sein Ideenmanagement ein. Pro Jahr kommen rund dreißigtausend neue Ideen, die sich zunächst durch Likes und Kommentare anderer Kunden qualifizieren müssen. Nur wenige hundert Ideen werden schließlich von den Moderatoren in die engere Wahl genommen. Von denen werden letztendlich nur ein paar Dutzend Ideen pro Jahr umgesetzt, es sind etwa 0,2 Prozent.

Dreißigtausend Verbesserungsvorschläge und eine Umsetzungsquote von zwei Promille? "Die spinnen, die Starbucker", würde Obelix dazu sagen, aber er würde irren. Denn wenn Starbucks rund sechzig Neuheiten zu seinen Geschäftsprozessen und Produkten weltweit ausrollt, dann ist das eine gewaltige Zahl.

Ein riesiger Vorteil ist die Risikolosigkeit dieser auf Verbesserungsvorschlägen von Kunden basierenden Neuerungen: Man weiß ja schon vor der Einführung, dass sie hervorragend ankommen werden. Ein weiterer positiver Effekt ist die gesteigerte Kundenbindung mit zehntausenden Ideenlieferanten auf allen Kontinenten.

Business-to-Business vs. Business-to-Consumer

Ein Automobilzulieferer oder ein Chemiekonzern ist sicherlich nicht mit Starbucks zu vergleichen. Dennoch muss sich heutzutage jede Firma die Frage stellen, ob sie auch Externe in ihr Ideenmanagement einbinden sollte.

Es muss ja nicht, wie bei Starbucks im B2C-Geschäft, vom Prinzip her die ganze Menschheit sein. Stattdessen wird man sich auf bestimmte Zielgruppen fokussieren. Und wahrscheinlich wird man in einem B2B-Umfeld von Kunden oder Lieferanten nicht unbedingt zehntausende Ideen pro Jahr bekommen.

Einfach umsetzbar

Um Externe, also beispielsweise Mitarbeiter von Kunden oder Lieferanten, beim Ideenmanagement mitmachen zu lassen, muss man ihnen die Möglichkeit geben, über das Internet auf die Ideendatenbank zuzugreifen und sich dort selbst ein Konto einzurichten. Dies ist der wesentliche Unterschied zu den internen Mitarbeitern:

  • Für die eigenen Mitarbeiter liegen Namen, E-Mail Adressen und andere Personaldaten bereits vor, sodass diese ideeNet® nutzen können, ohne ihre Personaldaten selbst eingeben zu müssen.
  • Für die Externen liegen diese Daten nicht vor, daher müssen die Externen sich selbst ein Konto einrichten.

Die Anmeldeseite von ideeNet® kann man beliebig gestalten und auch ein Element für das Einrichten eines neuen Kontos einbauen. Hier ein ohne großen Webdesign-Anspruch gestaltetes Beispiel:

Klickt man auf 'Neues Konto einrichten', landet man hier:

Wenn man diese vier Felder ausgefüllt hat und auf 'Fertigstellen' klickt, bekommt man ein E-Mail, das z.B. so aussehen kann:

Wenn sich Frau Mustermann mit ihrer E-Mail-Adresse erika@mustermann.de und dem für sie generierten Zufallskennwort 74875796R4 erstmals anmeldet, wird sie aufgefordert, ein neues Kennwort einzugeben, das sie künftig verwenden kann.

Intern bekommt Erika Mustermann eine automatisch vergebene Nummer in einem Nummernkreis, der sich mit den Personalnummern der internen Mitarbeiter nicht überschneidet. Sie wird automatisch einer Organisationseinheit zugeordnet, die vom Ideenmanager oder aber auch einer speziell für die Externen zuständigen Stelle betreut werden kann.

Integriertes oder separates Ideenmanagement für Externe

Wird die ideeNet® Datenbank gleichermaßen von internen Mitarbeitern und Externen genutzt, können die internen Mitarbeiter weiterhin per Windows Single Signon die Anmeldeseite überspringen und werden automatisch angemeldet. Interne Mitarbeiter ohne Windows Account – solche gibt es in vielen Produktionsunternehmen – können sich weiterhin mit ihrer Personal-Nr. und einem Kennwort anmelden.

Vielleicht entscheidet man sich aber auch, für interne Mitarbeiter und Externe zwei separate Datenbanken anzubieten, die mit der gleichen Software auf demselben Webserver laufen können. Ebenso kann man das ideeNet® für die Externen auf einen Server jenseits der Firewall auslagern.

Leiharbeitnehmer

Neben Kunden und Lieferanten sind die Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer ein weiteres Beispiel für Externe.

Für die eigenen Mitarbeiter wird das Betriebliche Vorschlagswesen üblicher Weise in einer Betriebsvereinbarung geregelt. Eine Betriebsvereinbarung gilt aber auf Grund von § 5 BetrVerfG nur für die eigenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie hat für Leiharbeitnehmer, Kunden oder Lieferanten keine rechtliche Wirkung.

Alle Zielgruppen, die keine Arbeitnehmer sind, kann man aber außerhalb der Betriebsvereinbarung auf Basis einer freiwilligen Regelung beim Ideenmanagement mitmachen lassen. Diese Regelung kann für Leiharbeitnehmer so aussehen, dass sich das Unternehmen verpflichtet, deren Verbesserungsvorschläge so zu bearbeiten und zu prämieren, wie es in der BVW-BV geregelt ist, wobei dies mit dem Verleiher abzustimmen ist.

Denn es wäre töricht, auf Verbesserungsvorschläge der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer zu verzichten.

Die Personaldaten von Leiharbeitnehmern werden aber häufig anders als die der eigenen Mitarbeiter gehandhabt. Wenn die Personaldaten der Leiharbeitnehmer daher nicht in der sonst üblichen Form vorliegen, braucht man ihnen nur, wie abgebildet, die Möglichkeit geben, sich selbst ein Ideenmanagement-Konto einzurichten.

Siehe auch:

Ideenmanagement Software: ideeNet®

ideeNet® im Internet zugänglich machen

Responsives Webdesign und Smartphones


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